Kreditrechner

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Berechnen Sie Monatsrate, Zinsen und Effektivzins Ihres Kredits und sehen Sie, wie viel Sondertilgungen sparen.

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Was ist ein Kreditrechner?

Ein Kreditrechner zeigt Ihnen, was ein Ratenkredit wirklich kostet: die monatliche Rate, die gesamten Zinsen und den Zeitpunkt der letzten Zahlung. Sie geben Kreditsumme, Sollzins und Laufzeit ein und sehen sofort das Ergebnis samt Tilgungsplan. Wer diese Zahlen vor der Unterschrift kennt, kann Angebote vergleichen und böse Überraschungen vermeiden.

Die Rate wird als Annuitätendarlehen berechnet: Jeden Monat zahlen Sie denselben Betrag. Anfangs besteht er überwiegend aus Zinsen, gegen Ende fast nur noch aus Tilgung. Der Rechner nutzt dafür die übliche Annuitätenformel:

MonatsrateK × [i × (1 + i)n] ÷ [(1 + i)n − 1]
KKreditsumme
iMonatszins (Sollzins pro Jahr ÷ 12)
nAnzahl der Monatsraten (Laufzeit in Jahren × 12)

Beispiel: Bei einem Kredit über 10.000 € mit 6 % Sollzins und 36 Monaten Laufzeit beträgt der Monatszins 0,5 %. Die Rate liegt bei 304,22 €. Insgesamt zahlen Sie 10.951,90 € zurück, davon 951,90 € Zinsen.

So nutzen Sie den Kreditrechner

Standard: Tragen Sie Kreditsumme, Sollzins und Laufzeit (in Jahren oder Monaten) ein. Sie erhalten Monatsrate, Gesamtzinsen, Gesamtkosten und das Datum der letzten Rate.

Nach Budget: Wenn Sie wissen, welche Rate Sie sich leisten können, wechseln Sie in diesen Modus. Sie geben Wunschrate, Zinssatz und Laufzeit ein und sehen, wie hoch der Kredit höchstens sein darf.

Sondertilgung: Mit dem Schieberegler unter dem Ergebnis legen Sie einen monatlichen Zusatzbetrag fest. Der Rechner zeigt, um wie viele Monate sich der Kredit verkürzt und wie viel Zinsen Sie sparen.

Erweitert: Hier können Sie einmalige Gebühren (als Betrag oder in Prozent) und eine laufende monatliche Gebühr eintragen. Sobald Gebühren angegeben sind, zeigt der Rechner einen näherungsweisen Effektivzins, der die Zusatzkosten einbezieht. Zum Hintergrund: Formularmäßig vereinbarte, laufzeitunabhängige Bearbeitungsentgelte sind nach der BGH-Rechtsprechung sowohl bei Verbraucher- als auch bei Unternehmerdarlehen in der Regel unwirksam (BGH, Urteile vom 13.05.2014 und 04.07.2017). Tragen Sie Gebühren deshalb nur ein, wenn Ihr Angebot sie ausdrücklich ausweist, etwa ein individuell vereinbartes Entgelt, ein Disagio oder Kontoführungskosten.

Tilgungsplan: Unter dem Ergebnis sehen Sie Monat für Monat, wie sich Zins, Tilgung und Restschuld entwickeln.

Sollzins und Effektivzins

Der Sollzins (nominal) ist der Zinssatz, auf dem die Raten beruhen. Der Effektivzins ist der Jahreszins, der auch Gebühren und die monatliche Zinsverrechnung einbezieht. Bei 6 % Sollzins ergibt sich allein durch die monatliche Verrechnung bereits ein Effektivzins von rund 6,17 %. Vergleichen Sie Angebote deshalb immer anhand des Effektivzinses, nicht des Sollzinses. Der hier berechnete Wert ist eine Näherung; maßgeblich ist der Effektivzins, den Ihre Bank nach der Preisangabenverordnung (§ 16 PAngV) angibt.

Was der Rechner nicht berücksichtigt

Der Kreditrechner ist eine Rechenhilfe, kein Kreditangebot und keine Kreditvermittlung. Nicht berücksichtigt sind Ihre Bonität und Schufa-Auskunft, Restschuldversicherungen, Vorfälligkeitsentschädigungen bei vorzeitiger Rückzahlung sowie variable Zinssätze. Die tatsächlichen Konditionen legt allein die Bank fest. Für den Verlauf einer Immobilienfinanzierung mit Zins- und Tilgungssatz nutzen Sie unseren Tilgungsrechner. Ob sich eine kreditfinanzierte Anschaffung für Ihr Unternehmen rechnet, prüfen Sie mit dem ROI-Rechner.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich die Monatsrate eines Kredits?
Die Rate eines Annuitätendarlehens ergibt sich aus Kreditsumme, Zinssatz und Laufzeit: K × [i × (1 + i)^n] ÷ [(1 + i)^n − 1], wobei i der Monatszins (Sollzins ÷ 12) und n die Zahl der Monate ist. Bei 10.000 € Kreditsumme, 6 % Sollzins und 36 Monaten sind es 304,22 € im Monat. Der Kreditrechner übernimmt diese Rechnung und zeigt zusätzlich Gesamtzinsen und Tilgungsplan.
Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins?
Der Sollzins ist der nominale Zinssatz, der der Ratenberechnung zugrunde liegt. Der Effektivzins gibt die jährlichen Gesamtkosten des Kredits an und bezieht Gebühren sowie die monatliche Zinsverrechnung ein. Er ist deshalb immer gleich hoch oder höher als der Sollzins und eignet sich besser zum Vergleich von Angeboten.
Was kostet ein Kredit über 10.000 €, 50.000 € oder mehr?
Das hängt von Zinssatz und Laufzeit ab. Bei 6 % Sollzins und 60 Monaten zahlen Sie für 10.000 € rund 193,33 € im Monat und insgesamt 1.599,68 € Zinsen, für 50.000 € rund 966,64 € im Monat und 7.998,40 € Zinsen. Je länger die Laufzeit, desto niedriger die Rate, aber desto höher die Gesamtzinsen. Mit Ihren eigenen Werten rechnet der Kreditrechner das sofort nach.
Wie viel spart eine Sondertilgung?
Jeder zusätzliche Euro verringert die Restschuld, auf die Zinsen anfallen. Bei 20.000 €, 8 % Sollzins und 60 Monaten sinkt die Laufzeit mit 100 € Sondertilgung pro Monat um rund 13 Monate, und Sie sparen etwa 1.036 € Zinsen. Bei Verbraucherkrediten ist eine vorzeitige Rückzahlung grundsätzlich jederzeit möglich (§ 500 BGB), bei Immobiliardarlehen mit fester Zinsbindung gelten Einschränkungen. Die Bank kann bei festem Sollzins eine angemessene Vorfälligkeitsentschädigung verlangen, bei Ratenkrediten höchstens 1 % des vorzeitig zurückgezahlten Betrags (0,5 % bei höchstens einem Jahr Restlaufzeit, § 502 BGB). Prüfen Sie das vor Vertragsabschluss.
Was bedeutet Restschuld?
Die Restschuld ist der Teil des Kredits, der nach einer Zahlung noch offen ist. Sie sinkt mit jeder Rate um den Tilgungsanteil. Im Tilgungsplan des Rechners sehen Sie die Restschuld für jeden Monat. Bei einem Annuitätendarlehen ohne Schlussrate liegt sie nach der letzten Rate bei null.