Stundensatz Rechner für Freelancer

Kostenlos Ohne Anmeldung

Vom Netto-Wunscheinkommen zum Mindest-, Ziel- und Premium-Stundensatz als Freelancer.

€

Was nach Steuern, Abgaben und Betriebskosten bei Ihnen ankommen soll

6 Wochen
0 Wochen 12 Wochen
5 Std.
1 Std. 8 Std.

Stunden, die Sie Kunden tatsächlich berechnen (nicht die gesamte Arbeitszeit)

€

Software, Coworking, Geräte, Versicherungen und andere laufende Kosten

%

Anteil vom Gewinn vor Steuern für Einkommensteuer, Kranken- und Pflegeversicherung und Altersvorsorge. Grober Richtwert, keine Steuerberatung.

Geben Sie Ihre Werte ein, um Ihre Stundensätze zu sehen

Warum „Wunschgehalt geteilt durch Stunden” nicht reicht

Die einfache Rechnung – Jahreseinkommen geteilt durch 2.080 Arbeitsstunden – liefert eine Zahl, die vernünftig aussieht und in der Praxis zu niedrig ist. Sie vergisst zwei Dinge: Als Selbstständiger zahlen Sie Steuern und Sozialabgaben selbst, und ein großer Teil Ihrer Arbeitszeit ist nicht abrechenbar. Angebote, Buchhaltung, Rechnungen, Akquise und Weiterbildung bezahlt Ihnen kein Kunde. Dazu kommen Urlaub, Krankheit und Feiertage.

Dieser Rechner rechnet deshalb rückwärts: Sie geben ein, wie viel Sie netto im Monat behalten möchten. Er ermittelt, was Sie pro Stunde berechnen müssen, damit nach Abgaben, Betriebskosten, Urlaub und realistischer Auslastung genau dieser Betrag übrig bleibt.

Die drei Stundensätze

Mindestsatz. Ihre Untergrenze. Er basiert auf 75 % Ihres Netto-Wunscheinkommens und sichert Ihre Existenz ohne Spielraum. Nutzen Sie ihn als Grenze in harten Verhandlungen, nicht als Erstangebot.

Zielsatz. Ihr Standardangebot. Er deckt Ihr volles Netto-Wunscheinkommen, Steuern und Abgaben sowie Betriebskosten, geteilt durch die Stunden, die Sie im Jahr realistisch abrechnen.

Premiumsatz. 25 % über dem Zielsatz. Für Eilaufträge, komplexe Projekte oder wenn Sie ausgelastet sind und ein neuer Kunde andere Arbeit verdrängen würde.

So wird der Stundensatz berechnet

Stunden/Jahr(52 − Urlaubswochen) × 5 Tage × Std. pro Tag
Umsatz/JahrNetto-Wunsch ÷ (1 − Abgabensatz) + Kosten
ZielsatzUmsatz/Jahr ÷ Stunden/Jahr
PremiumsatzZielsatz × 1,25

Beispiel: Sie möchten 4.000 € netto im Monat behalten, haben 400 € Betriebskosten monatlich, arbeiten 5 abrechenbare Stunden am Tag, rechnen mit 6 Wochen Urlaub, Krankheit und Feiertagen und setzen 35 % für Steuern und Abgaben an. Dann sind es 1.150 abrechenbare Stunden im Jahr, und Ihr Zielsatz liegt bei rund 68 € pro Stunde. Die einfache Rechnung (48.000 € ÷ 1.150 Stunden) hätte nur etwa 42 € ergeben.

So nutzen Sie den Stundensatz Rechner

1. Netto-Wunscheinkommen eingeben. Der Betrag, der nach Steuern, Sozialabgaben und Betriebskosten monatlich bei Ihnen ankommt.

2. Urlaub und abrechenbare Stunden einstellen. Zählen Sie bei den Urlaubswochen auch Krankheitstage und Feiertage mit. Als Richtwert eignen sich 5 abrechenbare Stunden pro Arbeitstag; viele Selbstständige überschätzen diesen Wert.

3. Betriebskosten eintragen. Software, Coworking, Versicherungen, Geräte und alles, was Sie monatlich für Ihr Geschäft ausgeben.

4. Steuern und Abgaben festlegen. In Deutschland gibt es keinen festen Satz. Er hängt von Einkommen, Rechtsform, Kranken- und Pflegeversicherung und Altersvorsorge ab. Der Rechner startet mit 35 % als groben Richtwert. Tragen Sie den Anteil ein, der bei Ihnen vom Gewinn vor Steuern für Einkommensteuer (inklusive Solidaritätszuschlag), Kranken- und Pflegeversicherung und Altersvorsorge anfällt. Das ist keine Steuerberatung; Ihren persönlichen Satz klärt Ihr Steuerberater.

Netto-Stundensatz und Umsatzsteuer

Der berechnete Stundensatz ist ein Nettobetrag. Wenn Sie Umsatzsteuer abführen müssen, kommt sie auf Ihre Rechnung obendrauf und gehört nicht in Ihren Stundensatz. Wer die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nutzt, weist keine Umsatzsteuer aus. Ob Sie darunterfallen, hängt von Ihren Umsatzgrenzen ab.

Wie viel Ihr Angebot im Verhältnis zu den Kosten abwirft, sehen Sie im ROI-Rechner. Prozentuale Aufschläge, etwa den Premiumzuschlag, rechnen Sie mit dem Prozentrechner nach.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich meinen Stundensatz als Freelancer?
Gehen Sie vom Netto-Wunscheinkommen pro Jahr aus, teilen Sie es durch (1 − Abgabensatz), addieren Sie die jährlichen Betriebskosten und teilen Sie das Ergebnis durch Ihre abrechenbaren Stunden im Jahr. Bei 4.000 € netto im Monat, 400 € Kosten, 35 % Abgaben, 6 Wochen Urlaub und 5 abrechenbaren Stunden pro Tag sind das rund 68 € pro Stunde. Der Rechner übernimmt diese Rechnung.
Wie viele Stunden kann ich als Selbstständiger abrechnen?
Realistisch sind etwa 5 abrechenbare Stunden pro 8-Stunden-Tag, also gut 60 % Auslastung. Der Rest geht für Akquise, Angebote, Buchhaltung und Kundenkommunikation drauf. Viele Selbstständige schätzen ihre abrechenbare Zeit zu hoch ein und kalkulieren den Stundensatz deshalb zu niedrig.
Wie viel Umsatz brauche ich, um 5.000 € netto zu verdienen?
Bei 35 % Steuern und Abgaben und 400 € Betriebskosten im Monat brauchen Sie einen Jahresumsatz von rund 97.100 €, also etwa 8.100 € im Monat. Bei 6 Wochen Urlaub und 5 abrechenbaren Stunden pro Tag entspricht das einem Stundensatz von rund 84 €. Mit Ihren eigenen Werten rechnet der Stundensatz Rechner das sofort nach.
Ist der Stundensatz netto oder brutto?
Der berechnete Stundensatz ist ein Nettobetrag ohne Umsatzsteuer. Wenn Sie umsatzsteuerpflichtig sind, weisen Sie die Umsatzsteuer auf der Rechnung zusätzlich aus. Kleinunternehmer nach § 19 UStG stellen Rechnungen ohne Umsatzsteuer.
Welche Steuern und Abgaben muss ich als Freelancer einrechnen?
Typisch sind Einkommensteuer inklusive Solidaritätszuschlag, Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie Ihre Altersvorsorge. Wie hoch der Anteil ist, hängt von Ihrem Gewinn, Ihrer Rechtsform und Ihrer Versicherung ab. Der Rechner startet mit 35 % als groben Richtwert, den Sie überschreiben können. Ihren persönlichen Satz klärt Ihr Steuerberater.